Archiv der Kategorie: Stationärer Aufenthalt in Psychiatrischer Klinik

SRF 1 / Rundschau vom 08.02.2017 / Verbissener Kampf

Verzweiflung, Wut, Millionenschaden: Der SVP-Nationalrat Pirmin Schwander zermürbt sich zusehends im Kampf gegen die KESB. Weil er einer Mutter geholfen habe, ihr Kind vor der KESB zu verstecken, wird gegen ihn ermittelt – seine nationalrätliche Immunität hat er bereits verloren. Neue Details des Falles zeigen: Es gibt nur Verlierer.

Tag der Menschenrechte vom und am 10. Dezember 2016

Zum Tag der Menschenrechte:

Fundamentalkritik an der Zwangspsychiatrie von RA Edmund Schönenberger

Mehr gibt es zum Tag der Menschenrechte für mich nicht zu sagen nur soviel, dass es in der Schweiz himmeltraurig um die Menschenrechte bestellt ist…

Doch in der Schweiz ist das den Menschen hundewurscht, Hauptsache die Kohle im Portmonaie stimmt ende Monat, denn die Menschenrechte kann man sich ja am KIOSK kaufen…

E-mail Nachricht vom Werner Fuss Zentrum in Berlin: Bevormundung – Zwangsunterbringung – Folter

Dringend zur Lektüre empfohlen:

Bevormundung – Zwangsunterbringung – Folter

von Prof. Eckhard Rohrmann
Zur Lage von Behinderten im Lichte der Abschließenden Bemerkungen des UN-Komitees für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zum ersten Staatenbericht der Bundesrepublik zum Art. 12 der UN-Behindertenrechtskonvention

Prof. Eckhard Rohrmann ist einer der bekanntesten und profiliertesten auf Behindertenpädagogik spezialisierten Hochschullehrer, der am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg lehrt.

In seiner hier veröffentlichten Stellungnahme konzentriert sich der Autor auf die Ausführungen zur Umsetzung des Art. 12 sowie die damit korrespondierender Artikel der Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in den Abschließenden Bemerkungen des UN-Fachausschuss für die Behindertenrechtskonvention.
In dem zentralen Art. 12 bekräftigen

„die Vertragsstaaten …, dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, überall als Rechtssubjekt anerkannt zu werden“ (Abs. 1), „anerkennen, dass Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt mit anderen Rechts- und Handlungsfähigkeit genießen“ (Abs. 2) und stellen sicher, dass „der Wille und die Präferenzen der betreffenden Person geachtet werden“ (Abs. 4, Hervorhebungen ER).

Art. 12 der UN-BRK ist eine auch bereits in Art. 16 des Zivilpaktes der UN vorgenommene Konkretisierung des Art. 6 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN:

„Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden“.

Was das durch die UN-BRK bedeutet, und wie Buchstabe und Geist der Konvention in diesem zentralen Bereich in Deutschland schlicht ignoriert bzw. missachtet, die Menschenrechte gebeugt werden (siehe auch hier), das beschreibt Prof. Rohrmann detailliert.
Er setzt damit einen Standard in der deutschsprachigen Literatur zu diesem Thema. Dieser Text ist für jede/n in diesem Bereich Aktiven ein Muss.
Die Stellungnahme ist hier im Internet zu finden:  http://www.die-bpe.de/Stellungnahme_Rohrmann_zu_Art_12.htm
oder kann hier: als PDF heruntergeladen werden.

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Dies ist eine Nachricht des Werner-Fuß-Zentrums
im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
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Geisteskrank? Ihre eigene Entscheidung!
Informieren Sie sich: http://www.patverfue.de

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Zeitzeugen zu Medikamententest in der Klinik Münsterlingen bitte bei SRF 1 melden!

Hier noch einen Hinweis für Zeitzeugen die zu den Medikamententests in der Klinik in Münsterlingen (TG) in den 1950iger und bis in die 1980iger Jahren gezwungen worden sind. Wir haben bereits berichtet. s. Psychiatrie im Pressespiegel, Beobachter PsychiatrieDie Menschenversuche von Münsterlingen“

Tagesanzeiger vom 30.10.2016 / «Das Ausmass der Medi-Versuche in Münsterlingen ist weit grösser»

Zeitzeugen, die sich vorstellen können, am Film mitzuwirken, oder bereit für ein Hintergrundgespräch wären, melden sich unter: Dok-Film-Muensterlingen@srf.ch.

Herzlichen Dank für den Anonymen Hinweis 😉

Sind Zwangsbehandlungen in psychiatrischen Kliniken Folter?

Wir in der Schweiz müssen ja das Rad diesbezüglich nicht jedes Mal neu erfinden!

dazu: https://derblickfaenger.wordpress.com/2013/05/10/un-sonderberichterstatter-zwangsbehandlungen-in-der-psychiatrie-sind-folter-und-unverzuglich-zu-beenden-nachrichten-die-uns-bewegen/

und wie sieht es mit der Schweiz diesbezüglich aus?

Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Rede von Juan E. Mendéz, UN-Sonderberichterstatter über Folter, vom 4. März 2013 in Genf

Juan E. Mendéz laut Wikipedia

Die Schweiz hat die zwei Übereinkommen signiert und es sind beide Übereinkommen in Kraft getreten!

dennoch, es wird frisch und fröhlich weiter zwangsbehandelt in unseren Psychiatrischen Kliniken!

Eine Abschaffung der psychiatrischen Zwangsbehandlungen ist weder in der Bevölkerung noch in der Politik ein Thema.

Wie schon Edmund Burke pflegte zu sagen: „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!“

 

Peter C. Gøtzsche neues Buch: Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen: Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen. (2016)

Link==> zum neuen Buch von Peter C. Gøtzsche: Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen: Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen (2016).

Schreiben Sie uns doch einfach in diesem Blogg-Beitrag was Sie von diesem Buch halten!

Nachtrag:

Peter C. Gotzsche schreibt mir in seinem neuen Buch „Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen: Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen (2016)“ nichts wirklich Neues.

Doch kommt für mich in diesem Buch Einiges zu kurz. Nähmlich die Tatsache, dass vielen Langzeitpatienten der Psychiatrie ihr ganzer Lebensunterhalt von einer Sozialversicherung finanziert wird. Die Kosten gehen in die Milliarden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es es von der Elite gerade gewollt ist, die Lebenszeit von Langzeitpatienten der Psychiatrie zu verkürzen. Den je früher diese sterben desto weniger kosten sie den Sozialstaat.

Peter C. Gotzsche ist mir da ein bisschen zu viel Gutmensch der ein System versucht abzuschaffen das nach den Erkentnissen von Charles Darwin und Herbert Spencer, heute in jedem Sozialstaat auf dieser Welt Sozialdarwinismus heisst, aktiv praktiziert wird und dem die Eliten alle huldigen. Wer nicht für seinen Lebensunterhalt aufkommt  oder aufkommen kann muss sterben; je früher desto besser, so ist das im Neoliberalen Kapitalismus gekoppelt mit Sozialdarwinismus. Das war jetzt nicht mein Gedankengut sondern dass der Herrenmenschen, der Eliten.

Matthias Bänninger / 27.07.2016