Schlagwort-Archive: KESB

SRF 1 / Arena Reporter vom Sonntag dem 11.06.2017 / Die KESB…

Alljährliches Interview mit Matthias Bänninger, Urheber der Internetplattform Psychiatrie Erfahrene Schweiz, geführt von Thomas Spöri am 31. Mai 2017

Link zum Interview ==> Alljährliches Interview mit Matthias Bänninger, Urheber der Internetplattform Psychiatrie Erfahrene Schweiz, geführt von Thomas Spöri am 31. Mai 2017 / Pdf Dokument

Beobachter vom 13.04.2017 / Misstrauen Alle gegen die Kesb

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SRF 1 / Rundschau vom 08.02.2017 / Verbissener Kampf

Verzweiflung, Wut, Millionenschaden: Der SVP-Nationalrat Pirmin Schwander zermürbt sich zusehends im Kampf gegen die KESB. Weil er einer Mutter geholfen habe, ihr Kind vor der KESB zu verstecken, wird gegen ihn ermittelt – seine nationalrätliche Immunität hat er bereits verloren. Neue Details des Falles zeigen: Es gibt nur Verlierer.

Gedenkwoche in Bern für Opfer Fürsorgerischer „Schutzmassnahmen“ ab 1981 und Unterschriftensammlung für Sarah C.

In Bern findet vom Montag dem 31.10.2016 – Freitag dem 04.11.2016  von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr bei der Heiliggeist Kirche eine Mahnwache für die Opfer Fürsorgerischer „Schutzmasnahmen“ der KESB ab 1981 bis heute statt.

Link zur Organisation der Mahnwache:

https://www.change.org/p/kesb-biel-bienne-freilassung-von-mutter-aus-haft-und-r%C3%BCckf%C3%BChrung-ihres-kindes/u/18287711?tk=-Tv622mbdlpTos5pWWqLrOFU0bq7Ak2okBRL9zyc660&utm_source=petition_update&utm_medium=email

https://www.change.org/p/kesb-biel-bienne-freilassung-von-mutter-aus-haft-und-r%C3%BCckf%C3%BChrung-ihres-kindes/u/18302003?tk=FpHo6px7h2r5vEHe56r5PtXFFF7YeXrdLVxu–KocL4&utm_source=petition_update&utm_medium=email

Des weiteren findet am Samstag den 05.11.2016 um 14.00 Uhr auf dem Zentralplatz eine Unterschriftensammlung zur Freilassung von Sarah C. aus Biel in Biel statt.

Wenn auch Sie Opfer Fürsorgerischer „Schutzmasnahmen“ der KESB waren oder es immer noch sind, schauen Sie doch bei der Mahnwache in Bern bei der Heiliggeist-Kirche vorbei.

Herzlichen Dank für Eure Mithilfe!

 

 

Die KESB Oberaargau und Bänninger Matthias / Zwangspsychiatrisierter

Und nun einmal etwas in eigener Sache was vor allem mich etwas angeht aber aufzeigen soll wie schikanös die Kindes und Erwachsenenschutzbehörde KESB Oberaargau sein kann.

Vor gut 5 Jahren hat mir das Psychiatrie Zentrum Münsingen (nachfolgend PZM) eine Psychiaterin vermittelt bei der ich mich ambulant psychiatrisch behandeln lassen kann. Dies war anlässlich meines Austritts aus dem PZM Münsingen notwendig auf das ich wieder auf freien Fuss komme. So kam es, dass ich bei Frau Dr. Jutta Schneider welche damals im Psychiatrie Stützpunkt Münsingen arbeitete meine Therapie als Patient aufnahm.

Mir wurde schon im PZM Münsingen eine paranoide Schizophhrenie diagnostiziert. Warum? Weil ich während der Finanzkrise der Meinung war, dass das ganze westliche-kapitalistische System zusammenbrechen werde. Dass Geld keinen Wert mehr haben werde. Dass Hunger auch hier in Europa wieder ausbrechen werde etc. Dass es auch zu Aufständen kommen werde und die schöne heile Welt wie wir sie kennengelernt haben auseinander brechen werde. Desshalb wollte ich bei einer Bank Gold kaufen um mich gegen eine allfällige Hyperinflation abzusichern. Ich empfahl meinen Familienangehörigen dasselbe zu tun. Des weiteren fing ich mich für selbstversorgende Bauernhöfe an zu interessieren etc.

Leider wurde das von meiner Psychiaterin alles als Hirngespinst abgetan. Statt meine Anliegen Ernst zu nehmen bekam ich das Psychopharmaka Invega verschrieben welches ich nur ab und an einnahm. Weil mir niemand zuhörte und niemand an eine Hyperinflation glaubte bekam ich es mit der Angst zu tun. Ich rassierte mich nicht mehr und duschte mehrere Wochen nicht mehr bis ich so richtig abgewetzt aussah. Des weiteren schlief ich sehr unregelmässig weil ich mir sehr oft grosse Sorgen machte über die grossen Verwerfungen an den Finanzmärkten. Täglich lass ich Zeitungen und studierte die News aus aller Welt. Je mehr ich lass und je mehr ich hörte desto grösser wurden meine Sorgen über meine eigene kleine bescheidene Existenz.

So kam es, dass mir das Psychopharmaka Invega mit dem Wirkstoff Paliperidon nicht mehr täglich in Tablettenform verabreicht wurde sondern als Depotspritze Xeplion immer 21 Tage auseinander gelegen in den Oberarm inijeziert wurde. Von 2012 an war dass der Fall.

Dann kam meiner Psychiaterin die zündende Idee (wohlverstanden, ich habe nie jemanden tätlich angegriffen war also nicht Fremdgefährdet), die Kindes und Erwachsenenschutzbehörde Oberaargau einzuschalten um einen allfälligen in der Zukunft liegenden Therapieabbruch zu verhindern.

Die Kindes und Erwachsenenschutzbehörde des Oberaargaus (nachfolgend KESB Oberaargau genannt) verfügte dann folgende Ambulante Massnahme die jedes Jahr wieder überprüfft werden muss und allenfalls neu angeordnet werden muss und in meinem Fall nun schon zum 4 mal in die Verlängerung ging:

Periodische Überprüfung und Bestätigung der ambulanten Massnahme / KESB Oberaargau / 12.10.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Darauf folgend schrieb ich der KESB Oberaargau folgenden Brief:

Stellungnahme KESB Oberaargau / 13.10.2015 / Bänninger Matthias / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Darauf folgte folgendes:

Einladung Anhörung / KESB Oberaargau / 19.10.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Aus meinen Gesprächen mit meiner Psychiaterin wusste ich, dass ich die KESB Oberaargau nicht mehr so schnell los sein würde, dann schaltete ich Psychex ein:

Vollmacht Psychex / 19.10.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Danach folgte das Schreiben meiner Psychiaterin Dr. med Jutta Schneider an das KESB Oberaargau:

Schreiben Dr. med. Jutta Schneider ans KESB Oberaargau / 09.11.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Danach folgte die Eingabe zur Aufhebung der Ambulanten Massnahme der KESB Oberaargau vom Verein Psychex:

Eingabe zur Aufhebung der Ambulanten Massnahme der KESB Oberaargau / 13.11.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Dann folgte am 19.11.2015 die Anhörung meiner selbst vor  der KESB darin folgt der „ganz dicke Hund“ der KESB Oberaargau betreffend Depotmedikation etc. aber lesen Sie selbst weiter, man kann es kaum fassen:

Protokoll der Anhörung / KESB Oberaargau / 19.11.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

und dann am 30.11.2015 kam der noch „dickere Hund“ der KESB Oberaargau nähmlich die „Anordnung ambulanter Massnahme gemäs Art. 437 ZGB i.V.m. Art 33 KESG“ als hätte es meine Anhörung nie gegeben, wird einfach von der Psychiaterin alles übernommen.

Kammerentscheid der KESB Oberaargau / 30.11.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Wie Sie alle lesen können im Kammerentscheid der KESB Oberaargau hatte ich eine Frist von 30 Tagen um beim Obergericht des Kantons Bern Klage gegen den Kamerentscheid zu erheben. Am 29.12.2015 folgte dann die Eingabe des Vereins Psychex ans Obergericht des Kantons Bern zur sofortige Aufhebung des Zwangsbehandlungsentscheids der KESB Oberaargau:

Eingabe ans Obergericht des Kantons Bern zur sofortigen Aufhebung des Zwangsbehandlungsentscheides / Verein Psychex / 29.12.2015 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Anfangs Januar 2016 traf ich mich dann mit meinem Anwalt den ich auf die Depotmedikation aufmerksam machte und ihm dieselben Dokumente aushändigte wie schon der KESB Oberaargau bei der Anhörung bezüglich gesundheitlicher Beschwerden durch die Nebenwirkungen. Wir sprachen ca. 30 Minuten Miteinander. In der darauf folgenden Woche flaterte mir folgender Bescheid des Obergerichts des Kantons Bern ins Haus:

Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern / 12.01.2016 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Wie Sie dem Entscheid entnehmen können wurde auf die Klage resp / Eingabe gar nicht eingetreten, weil wir laut Obergericht des Kantons Bern in Erwägung Abs. 2 Formalitäten nicht eingehalten haben.

Darauf folgte folgender Email Verkehr den ich hoffentlich hier korrekt wiedergebe:

 

Begründungspflicht bei ambulanten Massnahmen i.S. von Art. 437 Abs. 2 ZGB?

An: swisslawlist@lists.weblaw.ch
 
Cc: Matthias Bänninger
 
Der Verein PSYCHEX hat den Überblick über sämtliche schweizerischen Haftprüfungsrichter, welche sich auch mit Beschwerden gegen ambulante Massnahmen befassen. Seit Inkrafttreten der neuen Bestimmungen hat sich bis jetzt noch kein Gericht auf eine Begründungspflicht berufen.
 
Der Verein hatte schon anfangs der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts erstritten, dass Entlassungsbegehren nicht begründet werden müssen.
 
Eine Zwangsbehandlung wird von den Betroffenen als noch schwerwiegender denn die Zwangseinweisung empfunden.
 
Er erscheint daher nicht als logisch, dass die Beschwerdeinstanz die Beschwerde gegen eine Zwangsbehandlung auch ohne Begründung prüfen muss.
 
Was meint das Forum?
 
Edmund Schönenberger
 
 
Darauf folgt folgendes Email:
 

Hallo Edi,

danke für deine anfrage btr. übernahme einer beschwerde und die dokumente dazu.

ich habe mir die sache angeschaut und lehne die übernahme in diesem fall ab.

aus folgenden gründen:

die KESB hat zwar mit art. 33 KESG BE (i.v.m. art. 437 zgb)  eine kantonale gesetzliche anordnungs- und überwachungskompetenz, nicht aber eine durchsetzungs- oder vollstreckungskompetenz. in absatz 5 wird explizit festgehalten, dass die massnahme gegen den willen der betroffenen person nicht durchgesetzt werden darf. eine zwangsbehandlung kann nicht gegenstand eines kesb beschlusses sein, lediglich die anordnung der entspr. ambulanten massnahme.

im alltag wird natürlich viel druck auf den betroffenen ausgeübt… darum wurde das gesetz auch so erlassen. ich habe mehrere klienten so begleitet. es bedarf einfach eines klaren Nein durch den klienten – und eines anwaltes im hintergrund, der bei der kesb nach der rechtsgrundlage für die zwangsweise durchsetzung der angeordneten ambulanten massnahme fragt. die kesb hat dafür keine rechtsgrundlage… und schon ist die sache gegessen. es besteht zwar der beschluss, er ist aber nicht umsetzbar. ich habe meine klienten so gebrieft, dass sie freundlich und nett nein sagen und nicht mehr zum arzt gehen. das wird zwar alles dokumentiert. damit hat sichs aber auch… (solange der klient irgendwie im normbereich bleibt).

hinzu kommt hier, dass er in einem wohnheim wohnt.  wohnheime vereinbaren oft bereits im miet- oder unterbringungsvertrag, dass die medikamenteneinnahme pflicht ist. wenn dagegen verstossen wird, ist dies oft bereits ein kündigungsgrund. ich halte eine solche vereinbarung für mietrecht-fremd und unzulässig. am besten ist es diesfalls, einen fortschrittlichen psychiater zu finden, der einem wenige oder keine medikamente verschreibt. das ist am einfachsten und effizientesten. irgendwann hebt die behörde den wirkungslosen beschluss von alleine auf (…so mehrere male erlebt).

Nun kommt wieder meine Psychiaterin Frau Dr. med. Jutta Schneider ins Spiel die der KESB und dem Beistand den Abbruch der Therapie meinerseits bei Ihr erklärt und dessen Gefahren:

Schreiben der Psychiaterin Frau Dr. med. Jutta Schneider ans KESB Oberaargau / 27.01.2016 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Dann holt am 5. Februar 2016 die KESB Oberaargau mit Ihrem Schreiben an mich zum Rundumschlag aus wie folgt:

Brief KESB Oberaargau an Matthias Bänninger zum Therapieabbruch / 05.02.2016 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Dann folgt mein Email an die KESB Oberaargau zum Therapieabbruch:

Sehr geehrte Frau Oser

Mehrere male habe ich Sie und Ihre Vertreter in Emails und auch bei der Anhörung schriftlich darauf aufmerksam gemacht dass, das mir verabreichte Depotmedikament Xeplion von der Firma Janssen Pharmaceuticals in Japan 17 Menschen das Leben gekostet hat (s.Spiegel Online vom 09.04.2014: “ 17 Tote nach Injektion von Schizophrenie-Arznei“). Weltweit sind es wahrscheinlich weitaus mehr.

Des weiteren habe ich Sie bei der Anhörung schriftlich darauf aufmerksahm gemacht was das Medikament bei mir für gesundheitliche Komplikationen ausgelösst hat. Es ist Ihnen und Ihren Vertretern alles bekannt.

Trotz oder gerade wegen alledem fordern Sie mich in Ihrem Schreiben mit Referenz Nummer : 2012-13428 / lac auf wieder einen Psychiater aufzusuchen und drohen mir noch mit einer allfälligen Einweisung in die Klinik falls sich eine „Krise“ anbahne.

Ich werde selbstverständlich keinen Psychiater oder Psychiaterin mehr aufsuchen. Die machen nähmlich genau das was schon ihre Vorgänger gemacht haben. Mir tödlich wirkende Psychopharmaka verabreichen. Ich hatte in der Vergangenheit genügend einsicht in meine Psychiatrische Krankenakte auch die der Invalidenversicherung. Es wimmelt nur so von abgeschriebenen und kolportiertem der jeweiligen Vorgänger. Dass meiste sind aus Kopien von verschiedenen Personen zusammengeschusterte Berichte resp. Lügen über mich.

Sollte ich von der KESB weiter belästigt werden, sehe ich mich leider gezwungen die ganze Korespondenz zu diesem Fall inkl. meinem Bericht dazu als PDF Dokument (die Namen nicht eingeschwärzt) auf meiner Homepage, https://www.psychiatrie-erfahrene-schweiz.org zu veröffentlichen. Ihre Namen und Ihre Behörde wird dann im Zusammenhang mit meiner Webseite und diesem Fall über Google bestens auffindbar sein.

MfG

Matthias Bänninger

Dann folgt noch das Schreiben von RA Edmund Schönenberger vom Verein Psychex zum Therapieabbruch an die KESB Oberaargau:

das Schreiben von RA Edmund Schönenberger vom Verein Psychex zum Therapieabbruch an die KESB Oberaargau / 06.02.2016 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Ein Jahr später, als ich die Deppotmedikation erfolgreich abgesetzt hatte, schrieb meine behandelnde Psychiaterin folgenden Brief an die KESB-Oberaargau:

Schreiben meiner Psychiaterin an die KESB-Oberaargau vom 29.11.2016 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Auf das Schreiben meiner Psychiaterin folgte das Schreiben der KESB-Oberaargau über die Aufhebung der ambulanten Massnahme wie folgt:

Aufhebung der ambulanten Massnahme der KESB-Oberaargau vom 06.12.2016 / klick als PDF Dokument zum runterladen!

Werte Leserinnen und Leser, die KESB-Oberaargau bin ich Zwecks ambulanter, medikamentöser Zwangsbehandlung nun endlich los, die Tabletten die ich noch oral verabreicht bekomme verstecke ich unter der Zunge und spucke diese ab und an auf der Toillette wieder aus.

Einen besonderen Dank geht an den Verein Psychex, heute Psychexodus namentlich an meinen Rechtsanwalt Edmund Schönenberger.