Verschiedene wichtige E-mail Nachrichten erreichen uns aus dem Werner Fuss Zentrum in Berlin!

Es ist eine ganze Weile her, dass wir von den Psychiatrie Erfahrenen Schweiz das letzte Mal über das Werner Fuss Zentrum in Berlin berichtet haben. Wir möchten Euch die E mails die an uns in dieser Zeit versandt wurden nicht vorenthalten und diese in diesem Blogbeitrag veröffentlichen.

Link’s zu den PDF-Dateien ==>

25. Januar 2018 / Alexandra Beek erklärt, wie man eine Psychiaterin wird…

20. Dezember 2017 / Die Behindertenrechtskonvention Vorwand für den Angriff auf die Selbstbestimmung…

30. November 2017 / Wie die Betreuer mit unlauteren Mitteln versuchen Druck zu machen…

26. Oktober 2017 / Psychiatrie – alles nur Hochstapler!

12. Oktober 2017 / Kate Millett ist verstorben…

11. August 2017 / Wir trauern um Thomas Saschenbrecker

 

 

 

 

Berner Zeitung vom 20.01.2018 / Medikamententests auch in Berner Psychiatrien / Interview: Marius Aschwanden

Nun ist es also ausgesprochen! Auch in psychiatrischen Kliniken im Kanton Bern wurden in den 1950iger Jahren Medikamententests mit nicht zugelassenen Psychopharmakas durchgeführt.

Im Interview mit Herrn Germann geht jedoch Einiges vergessen. Nämlich, dass es zu jener Zeit noch viele Psychiater gegeben hat, die sich der Eugenik ( ==> s. Wikipedia) verpflichtet sahen. Es war ihnen doch egal ob das Leben der Patienten (damals als unwertes Leben bezeichnet) das sie vor sich hatten einen Schaden davon trug oder gar verstarb. Darüber haben sich andere Historiker wie z.B. Thomas Huonker in all seinen Büchern zur Genüge ausgelassen. Aber die heiligen akademiker Kollegen (Psychiater) des Herrn Germann  waren selbst verständlich keine Eugeniker ( ==> s. Psychiatrie Eugenik und Geschlecht). Es handelte sich dabei selbstverständlich alles um wohlwollende, dem hypokratischen Eid verpflichtete Psychiater.

Es ist eine Schande, dass Heute noch zwangsmedikamentiert wird an den beiden Kliniken (Psychiatrie Zentrum Münsingen und Universitäre Psychiatrische Dienste Bern) da diese Praxis mit der UN-Behindertenrechtskonvention absolut nicht zu vereinbaren ist und des Weiteren von Juan E. Mendez, dem UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, als Folter (Torture) bezeichnet wird.

Schande über die zwei Berner Kliniken (UPD und PZM) und derer Verantwortlichen.

Link ==> zum Interview der Berner Zeitung vom 20.01.2018 / Medikamententests auch in Berner Psychiatrien / Interview: Marius Aschwanden

 

SRF 1 / DOK vom 18.01.2018 / Auf der Seeseite – Die Medikamentenversuche von Münsterlinge

 

Bis 1980 führte Roland Kuhn Medikamentenversuche an der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen durch. Jahrzehnte wurde er als Entdecker des ersten Antidepressivums gefeiert. Nach seinem Tod 2005 geriet er in Kritik. Hatte er die Versuche ohne Einwilligung von Patienten und Angehörigen durchgeführt?

 

Ein Film von Liz Horowitz

Elisabeth Ravasio war gegen ihren Willen als 15-jähriges Mädchen von 1959 bis 1961 in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen interniert. Sie wurde mit Lederriemen ans Bett fixiert und ruhig gespritzt, die Nase wurde ihr so lange zugehalten, bis sie Pillen schluckte. Einmal wurde sie einer zehntägigen Schlafkur unterzogen. Sie erinnert sich noch heute, wie unter Patienten die Rede davon war, sie seien alle Versuchskaninchen.

Roland Kuhn verantwortete die Medikamentenversuche in der Klinik und testete ab der zweiten Hälfte der 1940-er Jahre Dutzende von Medikamenten an Hunderten von Patienten. 1956 beispielsweise war es der Wirkstoff Imipramin. Er wurde an über 300 Patienten mit verschiedensten Diagnosen ausprobiert. Dabei beobachtete Roland Kuhn die antidepressive Wirkung des Wirkstoffes. Geigy brachte das Arzneimittel 1958 unter dem Namen Tofranil auf den Markt. Es ist bis heute erhältlich. Und Roland Kuhn ging als Entdecker in die Geschichte ein.

Der Film von Liz Horowitz zeigt, welchen Stellenwert Medikamentenversuche vor über 50 Jahren in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen hatten. Ehemalige Weggefährten von Roland Kuhn schildern, wie in den 1960- und 1970-er Jahren der Klinikalltag aussah. Auch ehemalige Patienten kommen im Film zu Wort. Mehr als 50 Jahre nachdem sie aus der Klinik entlassen wurde, bricht die 74-jährige Elisabeth Ravasio ihr Schweigen. Sie erzählt, was ihr in der Klinik angetan wurde. Ein weiterer ehemaliger Patient schildert, wie er als Jugendlicher in Münsterlingen haufenweise nicht zugelassene Medikamente erhielt.

Eine Gruppe Historiker untersucht derzeit im Auftrag des Kantons Thurgau die Medikamentenversuche in Münsterlingen. Die Leiterin kommt zum Schluss, dass es damals keine klare Grenze zwischen Therapie und Forschung gab. Hatte Roland Kuhn Patienten und Angehörige um ihre Einwilligung gefragt? Hatte er die Versuche ohne ihr Wissen durchgeführt? Ob Roland Kuhn gegen Regeln verstiess, als er während Jahrzehnten hunderten von Patienten Medikamente zu Versuchszwecken verabreichte, ist eine zentrale Frage der Forschungsgruppe.

Autorin: Liz Horowitz
Kamera: Eric Stitzel
Ton: Andreas Hagen, René Alfeld, Torsten Goddon
Schnitt: Hedi Bäbler
Produktionsverantwortung: Monika Zingg
Leitung: Belinda Sallin

Für mehr Infos zum Thema besuche doch die Internetseite von SRF 1, DOK, Link ==> https://www.srf.ch/sendungen/dok/ich-dachte-dass-ich-dort-sterben-werde

SRF 1 / Schweiz Aktuell vom 18.01.2018 berichtet / In allen psychiatrischen Kliniken der Schweiz wurden in den 1950iger, 1960iger und 1970iger Jahren Medikamententests durchgeführt!

Von den Versuchen in den 50er, 60er und 70er Jahren waren schweizweit mindestens 4200 Patienten betroffen, die Nebenwirkungen waren zum Teil fatal. Ein Arzt erzählt aus eigener Erfahrung aus dieser Zeit.

 

 

 

Das WEF (World Economic Forum) 2018 in Davos und seine Gäste…

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Buch Empfehlung:

Marx. Der Unvollendete - Jürgen Neffe